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BMX-Künstler sieht Sport als Mittel zur Integration

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Von Eike Rüdebusch

Alexander Brockmann leitet eine AG an der Mathilde-Anneke-Schule. Außerdem ist er Teil der Artisten-Show Urbanatix.

 

Alexander Brockmann zeigt den Schülern der Mathilde-Anneke-Schule, wie es geht. Er leitet die BMX-AG. Stefan Fries Alexander Brockmann zeigt den Schülern der Mathilde-Anneke-Schule, wie es geht. Er leitet die BMX-AG.

Normalerweise ist Alexander Brockmann rasant unterwegs. Er ist BMX-Fahrer und Teilnehmer bei der Urbanatix, einer artistischen Street-Art-Show, die seit einer Woche in Bochum läuft. Seit 2010 war er immer wieder dabei. Auch dieses Mal, aber dieses Jahr sieht man ihn nicht. Er hilft diesmal im Hintergrund mit, bei der Organisation, sorgt für das richtige Timing bei den Bikern. „Ich stoppe die Zeit und sage ihnen, wann sie reindroppen“, sagt er, also wann sie in die Rampen fahren.

Brockmann, der aus Sprockhövel stammt, aber mittlerweile in Bochum lebt und studiert, war dieses Jahr zu beschäftigt, für die Show. Er beendet gerade sein Studium und unterrichtet drei AGs an Schulen, unter anderem an der Mathilde-Anneke–Schule in Sprockhövel.

Ein Lehrer habe ihn damals bei der Urbanatix entdeckt und gefragt, ob er das machen würde. Das war 2011. Jetzt studiert der gelernte Zerspanungsmechaniker Soziale Arbeit. Die Arbeit mit den jugendlichen habe seinen Berufswunsch maßgeblich beeinflusst, sagt er.

Gerade in der Arbeit mit Sport sieht er dabei ein Mittel zur Integration. „Sport ist total das gute Mittel dafür“, sagt er ganz unprätentiös. Weil man „auf Augenhöhe voneinander lerne“. Gerade an der Hauptschule sei das wichtig. Viele Hauptschulen seien eben auch Auffangbecken für Migranten, dort sei die Arbeit umso wichtiger. Im Sport könne man ein Ziel verfolgen, unabhängig vom Bildungsstand, und die Kinder hätten etwas besseres zu tun, als rumzuhängen und auf die falsche Bahn zu geraten – etwa einen Trick zu schaffen oder mit einem Team etwas zu erreichen. „Sport spornt die Kinder an“, sagt er. Das nutzt er, wenn er den Kindern spektakuläre Tricks zeigt. Das beeindrucke sie, motiviere sie.

Brockmann möchte auch später mit schwierigen Fällen arbeiten. Die Arbeit mit schwererziehbaren Kindern reizt ihn. Was er nicht möchte, ist im Büro zu arbeiten. „Da sehe ich mich nicht. ich will lieber nah an den Menschen bleiben.“ Und ins Büro passt das BMX generell auch eher schlecht rein.

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