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Viel Erfolg für die ZP10!

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Nervennahrung und Nebensätze: Die ZP10 bittet zum literarischen Zehnkampf

 

Es ist Mittwoch. Während der Rest von Sprockhövel vermutlich noch einmal schlaftrunken das Kissen wendete, herrschte im zehnten Jahrgang der Mathilde-Anneke-Schule bereits jene knisternde Elektrizität, die man sonst nur aus Hochspannungsleitungen oder kurz vor dem Elfmeterschießen kennt. Die Zentralen Abschlussprüfungen (ZP10) haben begonnen – und den schweißtreibenden Auftakt machte die Disziplin, in der wir Deutschen traditionell die kompliziertesten Sätze bauen: Deutsch.

Wer den Prüfungsraum betrat, fand sich in einer Kulisse wieder, die zwischen strenger Geometrie und liebevoller Fürsorge schwankte. Die Einzeltische standen so präzise auf Lücke ausgerichtet, als stünde die Schachweltmeisterschaft an. Doch auf der blanken Oberfläche wartete bereits ein kleiner, grüner Hoffnungsträger in Form eines vierblättrigen Kleeblatts, gepaart mit einem süßen Schoko-Karamell-Würfel. Ein stilles Übereinkommen zwischen Lehrerschaft und Schicksal: Wenn das Vokabular klemmt, muss es eben der Zuckerspiegel richten.

Inhaltlich wurde den Prüflingen heute nämlich die volle Klaviatur abverlangt. Zwischen tiefschürfendem Leseverstehen, der seziermesserscharfen Analyse eines Romanauszuges und dem Verfassen eines informierenden Textes rauchten die Köpfe so sehr, dass man fast die Rauchmelder überprüfen wollte.

Gut, dass im Hintergrund ein regelrechtes Schlaraffenland zur Stärkung bereitstand. Eine opulente Landschaft aus herzhaft belegten Brötchen, süßen Plunderteilchen, frischem Obst und den obligatorischen Nerven-Keksen schickte eine klare Botschaft: Wir glauben an euch, aber kauen – und schreiben – müsst ihr selbst.

Der erste große Meilenstein ist damit geschafft! Und auch wenn die englischen „False Friends“ und die unerbittlichen Gleichungen in Mathe bereits am Horizont lauern: Wer heute so souverän zwischen Romananalyse und Pausensnack balanciert hat, der lässt sich auch von Algebra und englischer Grammatik nicht aus der Ruhe bringen. Durchatmen, Schultern straffen – you’ve got this, und x ist am Ende auch nur ein Buchstabe. Der Endspurt läuft!