Färbergarten

Beiträge zum Workshop vom 11.11.2011 um 15:11 Uhr

Wir machen aus Altpapier neues Papier

Das braucht man dazu:
Säge, Hammer, Schraubenzieher, Schmirgelpapier, Feile, Handtuch, Filztuch, Plastikschüssel, Schraubzwinge, Geodreieck, Lineal und Bleistift.
Als aller erstes muss man einen Schöpfrahmen mit einem Fliegendraht machen, es ist egal welche Größe man machen will, aber die Länge muss größer als die Breite sein. Man muss noch ein Rahmen machen aber dieses Mal ohne Fliegendraht.
Die beiden müssen die gleiche Größe haben, sonst wird das Papier später schief.
Man muss Altpapier wie Zeitungen in kleine Stücke zerreißen.
Dann muss man Wasser in die Zeitungsschnipsel tun.
Etwas später muss man die Sachen verrühren und einen Tag warten.
Wenn man will, kann man Farbe da rein tun.
Danach tut man den Rahmen senkrecht in die Brühe.
Dann lässt man das Wasser über einer Plastikschüssel ein bisschen abtropfen. Dann tut man das Filztuch auf den Rahmen und noch ein Handtuch. Später dreht man es um, und wischt es mit dem Handtuch ab und lässt es trocknen.

Nach einen Tag kann man das bügeln.

P.s. Man kann nicht nur weißes Papier manchen sondern auch buntes

Papier. Hendrik Bohrmann

 

 

Schülerinnen und Schüler gewinnen Naturfarben aus selbst gezogenen Pflanzen

Rote Finger bekamen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Färbergarten-AG, die am letzten Freitag startete. Nicht weil so viel mitzuschreiben war, sondern weil die erste Aufgabe darin bestand, Rotkohl zu verarbeiten und farbigen „Rotkohlsaft“ zu produzieren. Angeleitet von den Künstlerinnen Anja Bardey und Hanna Schulte vom Projekt sevengardens.eu wurde der Kohl zerkleinert, geraspelt, zerrieben, mit Wasser verrührt und schließlich auch noch ausgepresst. Schon jetzt zeigten sich deutliche Farbunterschiede. Nach der Zugabe verschiedener Substanzen, die in fast jedem Haushalt zu finden sind wie Zitronensaft, Natron oder Kreide war die Überraschung perfekt: von pink über grün bis hin zu blau schillerten die Säfte plötzlich im Sonnenlicht. Da ließ der Griff zum Pinsel nicht lange auf sich warten und die „Färber“ malten ihre ersten Zaubergärten.

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Diese Arbeitsgemeinschaft findet unter der Schirmherrschaft des Landes NRW statt und wird aus dem Programm Schule und Kultur gefördert. Die begleitenden Künstler/innen sind Mitglieder des Essener UNESCO-Projektes sevengardens.eu. Die Arbeit von „sevengardens“ basiert auf einem alten Kulturgut, den Färbergärten. Diese waren einst überall dort zu finden, wo sie vor Ort für die Gewinnung von Farben aus Pflanzen eingesetzt wurden: für die Buchmalerei in Klostergärten, für den Hausgebrauch in Bauern- und Hausgärten und in den Gärten der Maler und Dichter. Über das Anlegen von Färbergärten und durch Programme und Workshops zur Nutzung von Naturfarben in Schulen, Kindertagesstätten, Qualifizierungsmaßnahmen, Kultur- und Jugendaustauschprojekten u.v.m. engagiert sich sevengardens insbesondere in der nachhaltigen Bildung.

Auch das in Kooperation mit FEMIN-ART initiierte Projekt „From nature to art“ ist auf Natur- und Umweltschutz ausgelegt. Künstlerinnen der FEMIN-ART Vereinigung ernten ihre Färberpflanzen in einem Färbergarten in Maçka, in der türkischen Provinz Trabzon. Die daraus produzierten Pflanzenfarben sind für

Künstler anschließend kostenlos über FEMIN-ART erhältlich. Wesentlich für das „From nature to art“-Projekt ist der Austausch der beteiligten Akteure.

Eine Delegation der FEMIN-ART Künstlerinnen besucht zur Zeit Standorte von sevengardens Projekten im Ruhrgebiet und nimmt an sevengardens Workshops teil.

Am 07.10.2011 besucht diese Delegation auch die Gemeinschaftshauptschule Niedersprockhövel in Sprockhövel. Die AG-Teilnehmer werden bei dieser Gelegenheit ihr Wissen um die Rotkohlfarben in einem Workshop an die türkischen Künstlerinnen weitergeben.

 

Beiträge zum Workshop vom 11.11.2011 um 15:11 Uhr

Wir machen aus Altpapier neues Papier

Das braucht man dazu:
Säge, Hammer, Schraubenzieher, Schmirgelpapier, Feile, Handtuch, Filztuch, Plastikschüssel, Schraubzwinge, Geodreieck, Lineal und Bleistift.
Als aller erstes muss man einen Schöpfrahmen mit einem Fliegendraht machen, es ist egal welche Größe man machen will, aber die Länge muss größer als die Breite sein. Man muss noch ein Rahmen machen aber dieses Mal ohne Fliegendraht.
Die beiden müssen die gleiche Größe haben, sonst wird das Papier später schief.
Man muss Altpapier wie Zeitungen in kleine Stücke zerreißen.
Dann muss man Wasser in die Zeitungsschnipsel tun.
Etwas später muss man die Sachen verrühren und einen Tag warten.
Wenn man will, kann man Farbe da rein tun.
Danach tut man den Rahmen senkrecht in die Brühe.
Dann lässt man das Wasser über einer Plastikschüssel ein bisschen abtropfen. Dann tut man das Filztuch auf den Rahmen und noch ein Handtuch. Später dreht man es um, und wischt es mit dem Handtuch ab und lässt es trocknen.

Nach einen Tag kann man das bügeln.

P.s. Man kann nicht nur weißes Papier manchen sondern auch buntes

Papier. Hendrik Bohrmann

 


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