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Sprockhöveler Schüler tauchen in die Welt der Bandweberei ein

Begeisterte Gesichter und eifriges Klopfen an den Webstühlen: Der Besuch des Jahrgangs 8 der Mathilde-Anneke-Schule aus Sprockhövel im Bandwebermuseum Wuppertal war ein voller Erfolg. Die Schülerinnen und Schüler, die im Geschichtsunterricht gerade etwas über die Frühindustrialisierung und die Entwicklung von Großfabriken mit Webstühlen gelernt hatten, bekamen im Museum die Möglichkeit, diese Epoche hautnah zu erleben. “Es ist total spannend, wie die früher hier gearbeitet haben”, staunte Jan, während sie die alten Webstühle bestaunte. Mit flinken Fingern versuchte sie selbst, die Fäden zu bewegen, und merkte schnell, wie viel Geschick und Übung dafür nötig war. Museumsführerin Frau Roth führte die Gruppe durch die Ausstellung und erklärte anschaulich, wie aus einfachen Garnen farbenfrohe Bänder und Textilien hergestellt wurden. Die Kinder erfuhren, wie wichtig die Bandweberei einst für die Region war und welche Bedeutung sie für die Industrialisierung hatte. Besonders fasziniert waren die Schüler von den riesigen Jacquardwebstühlen, mit denen komplexe Muster gewebt werden konnten. “Es ist unglaublich, dass man mit so einer Maschine so etwas Feines machen kann”, meinte Jonas. Neben den Webstühlen konnten die Kinder auch andere Exponate aus der Zeit der Bandweberei bestaunen, wie zum Beispiel alte Karten, Fotos und Werkzeuge. In einer kleinen Werkstatt durften sie sogar selbst Hand anlegen und kleine Andenken aus Wolle herstellen. Der Besuch im Bandwebermuseum war für die Schüler der Mathilde-Anneke-Schule eine lehrreiche und eindrucksvolle Erfahrung. Sie bekamen einen Einblick in die Arbeits- und Lebenswelt der Menschen in der Zeit der Frühindustrialisierung und lernten die Bedeutung der Bandweberei für die Entwicklung der Stadt Wuppertal kennen.